Prolog |
Die Weltgesundheitsorganisation WHO griff bei ihrer Definition von Gesundheit hoch, als sie sie als Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens beschrieb. Trotz dieses hohen Anspruches betrachtet die WHO das für jeden Menschen erreichbare Höchstmaß an Gesundheit als Grundrecht der Menschen. Sie sagt damit auch, daß Gesundheit nicht reine Privatsache ist, sondern auch Ergebnis einer gesamt gesellschaftlichen Situation.
Die Krankheit wird als Zustand beschrieben, der einem Menschen widerfährt. Kranksein impliziert Passivität und Hilflosigkeit, Gesundung und Gesund bleiben dagegen einen aktiven Prozeß, den der einzelne zumindest so weit steuern kann, bis er eben sein Höchstmaß an Gesundheit gefunden hat.
Der Zusatz "Kultur" bezieht sich darüber hinaus die Werteinstellungen ein, welche die Grundlage der Gesundheit bilden. "Kultur" verweist auf eine gesellschaftliche Errungenschaft, auf etwas, was man pflegen, eben kultivieren muß.
"Die Kultur der Gesundheit" könnte daher als Formel für eine Lebensphilosophie stehen, die auf Selbstbestimmung gründet und etwas so kostbares ist, daß es sich lohnt, sich für sie einzusetzen.
(Jean-Marie Hoegel)
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